Fliegenschnur mit Backing verbinden

Backing mit Fliegenschnur verbinden: Die besten Knoten, wie viel Backing sinnvoll ist und worauf du sonst noch achten solltest

Im Blogbereich von 1000Fliegen haben wir euch bereits gezeigt, welche Möglichkeiten es gibt, ein Vorfach mit der Fliegenschnur zu verbinden. In diesem Beitrag möchten wir uns nun dem anderen Ende der Fliegenschnur widmen und zeigen, wie du deine Flugschnur und Backing miteinander verbinden kannst.

Das ist keine Hexerei und funktioniert schnell sowie unkompliziert. Bevor wir uns die verschiedenen Verbindungsarten genauer ansehen, klären wir allerdings noch kurz, warum du überhaupt Backing auf deiner Fliegenrolle brauchst und wie viel davon sinnvoll ist.

Zusammenfassung und Keyfacts zu:
Backing - Fliegenschnur

Wie verbindet man Backing und Fliegenschnur richtig? Welcher Knoten hält zuverlässig, wie viel Backing braucht man auf der Fliegenrolle und worauf sollte man beim Aufspulen achten? In diesem Beitrag zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du Backing sauber auf die Fliegenrolle spulst und sicher mit der Fliegenschnur verbindest – vom klassischen Nagelknoten (Nail Knot) über moderne Loop-to-Loop-Verbindungen bis hin zum Arbor Knot zum Befestigen des Backings an der Rolle.

Außerdem erfährst du, welche Backing-Menge und Tragkraft für Forelle, Hecht, Meerforelle, Lachs oder Salzwasserfischerei sinnvoll ist, welche Unterschiede es zwischen Dacron- und Gel-Spun-Backing gibt und wie du typische Probleme wie Schnurrücken oder einschneidendes Backing vermeidest.

  • Backing und Fliegenschnur richtig verbinden

  • Die besten Verbindungsknoten für Backing: Nail Knot, Loop-to-Loop

  • Wie viel Backing für Forelle, Hecht, Meerforelle & Salzwasser?

  • Dacron- vs. Gel-Spun-Backing einfach erklärt

  • Backing korrekt auf die Fliegenrolle spulen

  • Tipps gegen Schnurrücken und einschneidendes Backing

  • Welche Tragkraft beim Backing sinnvoll ist

  • Loop-to-Loop-Verbindung Schritt für Schritt erklärt

  • FAQ zu Backing, Fliegenschnur und Fliegenrolle

1. WARUM BRAUCHE ICH BACKING AUF MEINER FLIEGENROLLE?

Das Backing ist eine dünne, äußerst reißfeste Schnur, die meist aus geflochtenem Polyester – häufig als Dacron bezeichnet – oder aus Gel Spun Material wie Dyneema besteht. Gel Spun Backing ist bei gleicher Tragkraft deutlich dünner und dehnungsärmer als klassisches Dacron-Backing. Dadurch lässt sich mehr Schnurkapazität auf derselben Rolle unterbringen und die Kraftübertragung erfolgt etwas direkter. Gleichzeitig kann sich Gel Spun aufgrund des dünnen Durchmessers und der geringen Dehnung unter hoher Belastung stärker in darunterliegende Schnurlagen einschneiden, weshalb ein besonders sauberes und straffes Aufspulen wichtig ist. Klassisches Dacron-Backing hingegen ist etwas dicker, weicher, einfacher zu handhaben und gilt als besonders knotensicher.

Schlaufenverbindung Loop-to-Loop
Schlaufenverbindung Loop-to-Loop

Polyester (Dacron) vs. Gel Spun (Dyneema): beide 50 m und 15 kg Tragkraft

Backing wird als erste Lage auf die Fliegenrolle gespult und bringt gleich mehrere Vorteile mit sich:

  • Schnurreserve: Die meisten Fliegenschnüre sind zwischen 27 und 30 Meter lang. Das reicht zum Werfen völlig aus. Im Drill eines großen oder besonders kampfstarken Fisches kann diese Länge allerdings schnell knapp werden. Das Backing sorgt hier für die nötige Reserve, damit du den Fisch sicher ausdrillen und landen kannst.

  • Größerer Spulendurchmesser: Das Backing füllt den Kern der Spule auf und vergrößert dadurch den Innendurchmesser. Die darauf aufgewickelte Fliegenschnur wird weniger stark gekrümmt, wodurch der sogenannte Memory-Effekt – also das Kringeln der Schnur – reduziert wird. Eine geschmeidige, gut gestreckte Fliegenschnur gleitet mit weniger Widerstand durch die Rutenringe und ermöglicht größere Wurfweiten.

  • Schnelleres Einholen der Schnur: Um einen Fisch über die Rollenbremse drillen zu können, musst du lose Schnur nach dem Biss möglichst schnell aufspulen. Je größer der Spulenkern ist, desto mehr Schnur wird pro Umdrehung eingeholt. Auch hier wirkt sich der durch das Backing vergrößerte Spulendurchmesser positiv aus.

Schlaufenverbindung Loop-to-Loop

Auch auf Ultra Large Arbor Spulen bringt das Backing noch einige zusätzliche Millimeter Durchmesser - und damit weniger Kringeln und mehr Schnureinzug

2. WIE VIEL BACKING BRAUCHE ICH AUF DER FLIEGENROLLE?

Wie viel Backing sinnvoll ist, hängt einerseits vom Fassungsvermögen deiner Fliegenrolle und andererseits vom Zielfisch ab.

2.1. FASSUNGSVERMÖGEN DER ROLLE

Bei nahezu allen Fliegenrollen wird das Fassungsvermögen in Form einer Fliegenschnur bestimmter Schnurklasse plus einer definierten Menge Backing angegeben. In der Produktbeschreibung findest du beispielsweise folgende Angabe:

WF 6 + 50 m Backing (20 lbs)

Das bedeutet, dass auf diese Rolle eine Standard-WF-Fliegenschnur der Klasse 6 sowie zusätzlich 50 Meter Backing mit 20 lbs Tragkraft (ca. 10 kg) passen.

Dabei sollten diese Werte eher als grobe Richtschnur dienen, denn in der Praxis gibt es einige Dinge zu beachten:

  • Das Taper der Fliegenschnur beeinflusst den Platzbedarf: Eine klassische DT-Schnur (Double Taper) gleicher Schnurklasse benötigt deutlich mehr Platz auf der Spule als eine WF-Schnur (Weight Forward). Aber auch innerhalb der WF-Schnüre gibt es Modelle mit sehr kurzem oder besonders langem Taper.

  • Nicht jedes Backing ist gleich: Die Herstellerangabe bezieht sich meist auf ein Backing mit definierter Tragkraft – im Beispiel oben auf 20 lbs. Ein 50- oder 80-lbs-Backing ist entsprechend dicker und benötigt mehr Platz auf der Spule. Gel Spun Backing ist dagegen bei gleicher Tragkraft deutlich dünner. Dadurch passt entweder mehr Backing oder Backing mit höherer Tragkraft auf dieselbe Spule.

  • Errechnetes vs. tatsächliches Fassungsvermögen: Manche Hersteller berechnen das Fassungsvermögen rein theoretisch anhand des verfügbaren Innenvolumens der Spule. Unterschiede bei Fliegenschnüren und Backingmaterialien werden dabei ausgeblendet. In der Praxis fallen diese Angaben oft etwas zu optimistisch aus, da sich der verfügbare Raum nicht vollständig und perfekt ausnutzen lässt.

Die Herstellerangaben solltest du daher eher als Orientierung verstehen. In der Praxis ist es zudem sinnvoll, die Rolle nicht bis zum letzten Millimeter zu füllen. Am Wasser wirst du die Schnur selten so sauber und gleichmäßig aufspulen wie zu Hause. Wenn dann im Drill aufgrund eines Schnurrückens plötzlich die Rolle blockiert und du den Fisch kurz vor dem Kescher verlierst, helfen dir ein paar zusätzliche Meter Backing auch nicht mehr weiter.

2.2. ZIELFISCH

Je nach Zielfisch und Einsatzgebiet empfiehlt sich unterschiedlich viel Backing auf der Fliegenrolle:

  • Beim Fliegenfischen auf Forelle und Äsche reichen meist 50 m Backing mit 20 lbs Tragkraft

  • Für das Streamerfischen auf Hecht sowie das Fliegenfischen im Stillwasser empfehlen sich 50–100 m mit 20–30 lbs

  • Beim Fliegenfischen an der Küste auf Meerforelle und Co. sind meist 100–150 m mit 20–30 lbs sinnvoll, bei tropischen Zielfischen (Bonefish/Permit) durchaus auch 50-100 m länger

  • Für die Lachs- und Steelheadfischerei empfehlen sich 100–200 m mit 30 lbs, bei schweren Setups oder besonders großen Fischen auch 50 lbs

  • In der schweren Salzwasserfischerei kommen häufig 200–300+ m Backing mit 50–80+ lbs Tragkraft zum Einsatz

Beim klassischen Forellenfischen wird die tatsächliche Belastungsgrenze im Drill meist deutlich früher durch Vorfach, Knoten oder andere Komponenten erreicht als durch das Backing selbst. Höhere Tragkräfte beim Backing dienen daher oft weniger der reinen Zugkraft als vielmehr einer besseren Handhabung, höherer Abriebfestigkeit und zusätzlichen Sicherheitsreserven.

Ein Tipp zur Farbwahl: Backing ist in vielen kräftigen und gut sichtbaren Farben erhältlich. Ein hoher Kontrast zur Running Line deiner Fliegenschnur hilft dir dabei, auf einen Blick zu erkennen, wie viel Schnur noch auf der Rolle ist und wann ein Fisch bereits Backing nimmt. Das sorgt besonders in hektischen Drillsituationen für mehr Übersicht.

Schlaufenverbindung Loop-to-Loop

Dunkle Schnur und leuchtend oranges Backing - so hast du den "Füllstand" deiner Rolle jederzeit im Blick 

3. BACKING MIT FLIEGENSCHNUR VERBINDEN – SO WIRD’S GEMACHT

Nachfolgend zeigen wir dir verschiedene Möglichkeiten, Fliegenschnur und Backing miteinander zu verbinden – je nachdem, ob deine Fliegenschnur am hinteren Ende bereits über eine werksseitig angebrachte Schlaufe verfügt oder nicht.

3.1. DER NAGELKNOTEN (NAIL KNOT)

Eine bewährte Verbindung, die wir bereits beim Thema Vorfachverbindungen kennengelernt haben, eignet sich auch hervorragend zum Verbinden von Backing und Fliegenschnur: der Nagelknoten.

Vor allem dann, wenn deine Fliegenschnur über keine vorgefertigte Endschlaufe verfügt, zählt der Nail Knot bis heute zu den beliebtesten und bewährtesten Lösungen. Der Grund dafür liegt in seinem besonders schlanken und kompakten Aufbau. Die Verbindung ist äußerst zuverlässig, besitzt keine hervorstehenden Schlaufen oder Kanten und gleitet selbst unter hoher Belastung sauber durch die Rutenringe.

Gerade bei kleineren Fliegenrollen und feinen Schnüren sowie immer dann, wenn die Verbindung regelmäßig durch die Ringe laufen muss, ist der Nagelknoten nach wie vor eine der elegantesten und sichersten Lösungen.

Dabei entsteht eine feste und dauerhafte Verbindung, die sich später nicht mehr lösen lässt. Möchtest du eine neue Fliegenschnur montieren, musst du die Verbindung daher abschneiden. Trotzdem ist diese Methode bis heute äußerst beliebt, da der entstehende Knoten sehr klein ausfällt und die Fliegenschnur weder seitlich noch nach vorne übersteht.

Gerade wenn ein starker Fisch im Drill die Schnur mit hoher Geschwindigkeit von der Rolle reißt, gleitet diese Verbindung problemlos durch die Rutenringe, ohne irgendwo hängen zu bleiben. Denn ein plötzlich blockierender Knoten würde in vielen Fällen unweigerlich zum Fischverlust führen.

Viele Fliegenfischer versiegeln den Knoten zusätzlich mit einer dünnen Schicht flexiblem UV-Kleber, Knot Sense oder einem flexiblen Sekundenkleber. Das schützt die Verbindung zusätzlich, erhöht die Haltbarkeit und sorgt dafür, dass der Knoten noch geschmeidiger durch die Ringe gleitet.

Im folgenden Video zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du den Nagelknoten mit einem praktischen Hilfswerkzeug schnell und unkompliziert binden kannst:

Du kannst dir auch mit einer Nadel oder einer Stopfnadel behelfen - schneller, einfacher und sauberer geht es aber sicherlich mit diesem Nail Knot Tool.

Noch ein kleiner Tipp: Achte darauf, dass die Windungen des Backings auch beim Zuziehen des Knotens sauber und gleichmäßig nebeneinander liegen. Das erhöht nicht nur den Kraftschluss sondern sorgt auch für einen möglichst kleinen und geschmeidigen Knoten.

Du wirst bei diesem Thema auch ab und zu auf den sog. Albright Knoten stoßen. Dieser ist zwar auch recht einfach zu binden, wir würden dir aber in jedem Fall den Nagelknoten empfehlen, weil der Albright dicker aufträgt, nachdem die Fliegenschnur doppelt gelegt wird und das freie Ende der Flugschnur nach vorne absteht und so potentiell leichter in den Ringen verfangen kann, wenn du es nicht ganz sauber abgetrennt bzw. versiegelt hast.

3.2. LOOP-TO-LOOP-VERBINDUNG

Die einfachste und schnellste Möglichkeit, eine geschlaufte Fliegenschnur mit dem Backing zu verbinden, ist die sogenannte Loop-to-Loop-Verbindung.

Dabei bindest du an das Ende des Backings eine Schlaufe, in die anschließend die vorgefertigte Schlaufe der Fliegenschnur eingeschlauft wird. Achte darauf, die Backingschlaufe groß genug zu binden, damit du entweder die komplette Fliegenrolle oder die noch aufgerollte Fliegenschnur bequem hindurchführen kannst. So sparst du dir die mühsame Arbeit, die gesamte Fliegenschnur Stück für Stück durch eine zu kleine Schlaufe ziehen zu müssen.

Zum Binden der Backingschlaufe eignet sich der Chirurgenknoten (Surgeon’s Knot) hervorragend. Durch das weiche und geschmeidige Material des Backings lässt sich dieser Angelknoten kompakt zusammenziehen und hält zuverlässig.

Der große Vorteil dieser Verbindung liegt darin, dass sie sich schnell und unkompliziert wieder lösen lässt. So kannst du deine Fliegenschnur später problemlos wechseln.

Im folgenden Video siehst du, wie einfach sich diese Verbindung herstellen lässt und wie groß die Backingschlaufe sein sollte, damit - in diesem Fall - die Fliegenrolle problemlos durchpasst:

Spielt ein späterer Wechsel der Fliegenschnur für dich hingegen nur eine untergeordnete Rolle, lassen sich auch besonders kleine und kompakte Loop-to-Loop-Verbindungen realisieren. Mit den passenden Schlaufenknoten kann die Backingschlaufe direkt an die integrierte Schlaufe der Fliegenschnur gebunden werden, ohne dass die komplette Fliegenschnur durch die Schlaufe gezogen werden muss. Dadurch entsteht eine schlanke Verbindung mit wenig Volumen. Ein Knoten, der sich hingegen ganz zuzieht, ist weniger ideal, da er sich ins Coating einschneiden und die Seele der Flugschnur freilegen kann.

Besonders gut eignet sich hierfür beispielsweise folgende Variante des Perfection Loops, die sich nicht nur für Streamer eignet - wobei du in diesem Fall das freie Ende einfach im Stil einer Loop-to-Loop-Verbindung durch die vorgefertigte Schlaufe der Fliegenschnur führst:

4. BACKING AN DER SPULE BEFESTIGEN – SPULENKNOTEN (ARBOR KNOT)

Der Vollständigkeit halber möchten wir dir auch noch zeigen, wie das Backing am Spulenkern befestigt wird. Obwohl dieser Schritt hier am Ende des Artikels steht, ist er beim Bespulen einer neuen Fliegenrolle natürlich das Erste, was du machst.

Die mit Abstand gebräuchlichste und bewährteste Methode dafür ist der sogenannte Arbor Knot, der im Deutschen oft einfach als Spulenknoten bezeichnet wird. Dieser Knoten gilt seit Jahrzehnten als Standard, wenn es darum geht, Backing sicher an der Fliegenrolle zu befestigen. Er ist einfach zu binden, zuverlässig und hält selbst unter hoher Belastung sicher auf der Spulenachse.

Der Knoten selbst ist denkbar einfach:

  • Binde zunächst einen einfachen Überhandknoten als Stopperknoten in das Ende des Backings und schneide das überstehende Ende kurz ab.

  • Nun legst du eine Schlaufe und bindest mit dem freien Ende einen weiteren einfachen Überhandknoten um den parallel verlaufenden Schnurabschnitt, sodass sich die Schlaufe zuziehen lässt.

  • Jetzt nimmst du die Spule aus der Rolle und legst diese Backingschlaufe um die Spulenachse. Achtung: Bei Fliegenrollen mit geschlossenem Rahmen solltest du die Schlaufe vorher durch die entsprechende Öffnung im Rollenrahmen führen, damit du die Spule anschließend wieder problemlos einsetzen und das Backing sauber aufspulen kannst.

  • Ziehe die Schlaufe nun mit gleichmäßigem Zug zu, bis das Backing straff an der Spulenachse anliegt. Ziehe den Knoten anschließend so fest, bis der zuvor gebundene Stopperknoten sauber am Knoten der Schlaufe anliegt. Fertig!

Hier noch ein Tipp: Idealerweise montierst du das Backing so, dass es entgegen der späteren Aufspulrichtung aus dem Arbor Knot zeigt. Dadurch zieht sich die Schlaufe beim Aufspulen unter Spannung zusammen und das Backing lässt sich einfacher und sauberer aufspulen.

Mit dieser Anleitung – kombiniert mit unserem Beitrag zur Verbindung von Vorfach und Fliegenschnur – gelingt dir die komplette Montage vom leeren Rollenkern bis zur einsatzbereiten Vorfachspitze.

5. FAQ

Andreas Riedl  –
Fliegenfischer & Fliegenbinder
Job: Product Manager
Hobbies: Rennrad, Balkon-Gärtnern
Im zarten Alter von 11 mit dem Angeln in Berührung gekommen, seit gut 20 Jahren vor allem mit der Fliege unterwegs. Als fischereilicher Autodidakt allem Neuen grundsätzlich aufgeschlossen, fischt er mit künstlichen Fliegen auch an der Hegene oder entsprechend beschwert mit der Spinnrute. Schätzt sich glücklich, mit gleich zwei zeitintensiven Hobbies eine derart verständnisvolle Familie zu haben. Mehr über Andreas erfahren!
20.05.2026
Zuletzt geändert am: 21.05.2026
Fliegenfischen-Techniken
FAQ

Das hängt davon ab, ob deine Fliegenschnur bereits über eine integrierte Endschlaufe verfügt. Ohne Schlaufe gilt der Nagelknoten (Nail Knot) seit Jahrzehnten als bewährter Standard. Besitzt die Fliegenschnur bereits eine Werks-Schlaufe, ist eine Loop-to-Loop-Verbindung meist die einfachste und schnellste Lösung.

Für das klassische Fliegenfischen auf Forelle und Äsche reichen meist etwa 50 m Backing mit 20 lbs Tragkraft aus. Beim Küstenfischen, Lachsangeln oder in der Salzwasserfischerei werden dagegen häufig deutlich größere Mengen Backing verwendet. Entscheidend sind dabei in erster Linie Zielfisch und Einsatzgebiet.

Ja – auch wenn Forellen nur selten weit ins Backing flüchten. Das Backing dient nicht nur als Schnurreserve, sondern vergrößert gleichzeitig den Spulenkern der Fliegenrolle. Dadurch wird die Fliegenschnur weniger stark gekrümmt, kringelt weniger und lässt sich sauberer aufspulen.

Durch den sehr dünnen Durchmesser und die geringe Dehnung kann sich Gel Spun Backing unter hoher Belastung in darunterliegende Schnurlagen drücken. Deshalb sollte Gel Spun immer straff und sauber aufgespult werden. Besonders bei starken Fischen oder hoher Bremskraft kann sich unsauber gespultes Backing sonst festziehen.

Durch den sehr dünnen Durchmesser und die geringe Dehnung kann sich Gel Spun Backing unter hoher Belastung in darunterliegende Schnurlagen drücken. Deshalb sollte Gel Spun immer straff und sauber aufgespult werden. Besonders bei starken Fischen oder hoher Bremskraft kann sich unsauber gespultes Backing sonst festziehen.

Für Forelle und Äsche sind 20 lbs Standard. Beim Hechtfischen, Küstenfischen oder in der Lachs- und Salzwasserfischerei kommen häufig 30 lbs oder mehr zum Einsatz. Höhere Tragkräfte dienen dabei oft nicht nur der reinen Zugkraft, sondern auch besserer Abriebfestigkeit und angenehmerem Handling.

Eine zu voll gespulte Fliegenrolle kann dazu führen, dass sich lose Schnur zwischen Spule und Rollenrahmen verklemmt. Besonders im Drill kann ein sogenannter Schnurrücken dann plötzlich die Rolle blockieren. Deshalb ist es meist sinnvoller, etwas weniger Backing aufzuspulen als die Rolle bis zum letzten Millimeter zu füllen.

Eine Loop-to-Loop-Verbindung lässt sich besonders schnell herstellen und erleichtert bei entsprechend großer Backingschlaufe den späteren Wechsel der Fliegenschnur. Deshalb ist sie heute bei vielen modernen Fliegenschnüren mit integrierter Endschlaufe die bevorzugte Lösung.

Wenn du die Fliegenschnur später unkompliziert wechseln möchtest, sollte die Schlaufe im Backing groß genug sein, um die aufgerollte Fliegenschnur bequem hindurchführen zu können. Für besonders kompakte Verbindungen lassen sich alternativ auch kleinere Schlaufen mit passenden Schlaufenknoten binden.

Der Nagelknoten erzeugt eine besonders schlanke und zuverlässige Verbindung zwischen Backing und Flugschnur. Da keine hervorstehenden Schlaufen entstehen, gleitet die Verbindung sauber durch die Rutenringe und bleibt auch bei schnellen Fluchten großer Fische zuverlässig.

Zum Befestigen des Backings am Spulenkern hat sich weltweit der sogenannte Arbor Knot – auch Spulenknoten genannt – als Standard etabliert. Der Knoten ist einfach zu binden, hält zuverlässig auf der Spulenachse und eignet sich für praktisch alle Fliegenrollen.

Andreas Riedl
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Fliegenfischer & Fliegenbinder
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