Parachute & Klinkhamer

Parachute Fliegen zählen bei den Trockenfliegenfischern zu den beliebtesten Mustern

Parachute Fliegen sind bei Trockenfliegenfischern sehr beliebt und geschätzt. Ihren Namen haben sie von der speziellen Anordnung der Hechel, die wie ein echter Fallschirm wirkt. Durch diesen Fallschirm landet die Fliege einerseits so gut wie immer in der richtigen Position auf der Wasseroberfläche. Andererseits unterstützen die unzähligen Fibern des horizontal eingebundenen Hechelkranz die Schwimmeigenschaften der Fliege äußerst positiv, sodass Parachute Fliegen sehr lange schwimmen, auch bei turbulenten Bedingungen. Die spezielle Bindeweise ermöglicht es zudem, dass der Hinterteil der Fliege mit dem Haken auch in die Wasseroberfläche eindringt, während der Rest der künstlichen Fliege außerhalb des Wassers bleibt, und das mit außergewöhnlicher Stabilität. Die abstehenden Fibern imitieren dabei optimal die Beinchen und Antennen der Insekten, die die Fliege nachahmen soll. Und nicht zuletzt sind Parachute-Fliegen sehr gut sichtbar, weil der obere Teil der Fallschirmfliege wie ein echter Indikator wirkt, vor allem wenn er in auffälligen und aufgrund seiner Position nur ober Wasser sehr gut sichtbaren Farben gebunden wird.

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Parachutefliegen und Klinkhamerfliegen haben gegenüber traditionellen Fliegen mehrere Vorteile. Durch die spezielle Bindeweise, bei der die Hecheln eine breite fallschirmartige Basis bilden, landen die Fliegen sehr sanft auf der Wasseroberfläche, was für scheue Fische sehr wichtig sein kann.

Gleichzeitig kann der Körper der Fliege in den Oberflächenfilm des Wassers eintauchen und wird dort vom Hechelkranz gehalten. Dadurch ist der komplette Fliegenkörper von der Fischperspektive aus sichtbar.

Dank ihrer Fallschirm-Bauweise landen Parachutefliegen immer korrekt auf dem Wasser und schwimmen gewöhnlich besser als klassische Trockenfliegen. Außerdem sind sie dank der Fahne (auch Post genannt), die oft farbig ausgeführt ist, sehr gut sichtbar.

Klinkhamerfliegen werden wie Parachutefliegen gebunden, allerdings befindet sich der Fliegenkörper komplett im Wasser, also noch etwas tiefer als bei normalen Parachutefliegen. Außerdem wird immer ein gebogener Haken (Grub) verwendet. Hans Van Klinken hat die Klinkhamerfliegen (mit einem "m") in den 1980er Jahren erfunden.

Paraloopfliegen sind eine Weiterentwicklung der Parachutefliegen für relativ schnelle Gewässer. Der buschige Hechelkranz wird an der Oberseite des Insektenkörpers eingebunden - wegen des hohen Lufteinschlusses, schwimmen diese Fliegen ausgezeichnet.