Das Wichtigste ist der Umgang mit dem Fisch

EIN GEMEINSAMER ANGELTAG MIT LEO VON GUGGENBERG AM UNTERLAUF DES NOCE

In diesem Artikel nehmen wir dich mit an den Noce in der Nähe von Mezzolombardo, den wir im heurigen Frühjahr zusammen mit Leonhard von Guggenberg befischt haben. Der Vollblut-Fliegenfischer arbeitet als Guide, und führt seine Gäste an unterschiedliche Gewässer in Südtirol sowie im angrenzenden Trentino. Daneben nimmt er auch erfolgreich an nationalen und internationalen Wettbewerben im Fliegenfischen teil und ist ein ebenso geschickter wie akribischer Fliegenbinder. Wir nutzen daher die Gelegenheit, um bei einem traumhaft schönen Fischtag mit Leo auch über seine Leidenschaft ins Gespräch zu kommen.

1. EIN JAHR ANLAUF FÜR EINEN TAG AM WASSER

Eigentlich wollten bereits letztes Jahr schon einmal einen Tag am Wasser verbringen. Im Frühjahr mit Streamer auf die dicken Marmoratas im Eisack. Aber die außergewöhnlich hohen Abflüsse durch Schneeschmelze und Dauerniederschlag in der ersten Jahreshälfte haben uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Na gut, dann eben den Herbst nutzen und in der Ahr gemeinsam auf Äschen fischen. Aber irgendwie wollte es aufgrund von inkompatiblen Terminkalendern, Arbeitsaufträgen und sonstigen größeren und kleineren Schwierigkeiten irgendwie im vergangenen Jahr nie wirklich klappen. Umso spontaner dann die Zusage, als wir uns Anfang dieser Angelsaison nochmals hörten und einen neuen Anlauf nahmen, um doch noch zu einem gemeinsamen Fischgang zu kommen.

Anfang April lief der Frühling bei uns zu Hochform auf, dass man sich beinahe Ende Mai wähnen konnte und so war ein gemeinsamer Termin schnell gefunden. Leo schlug einen C&R-Abschnitt im Unterlauf des Noce vor, dem Fluss, der das Nonstal im Trentino entwässert und knapp unterhalb der Provinzgrenze Südtirols mit dem Trentino rechtsseitig in die Etsch mündet. Ich selbst hatte dort noch nie gefischt, aber hier vertraute ich Leos Gewässerkenntnis voll und ganz. Zudem hatte er mir gesagt, dass er erst kürzlich einem Gast an eben diesem Gewässerabschnitt geguidet hatte und dieser ausgesprochen gut gefangen hatte.

Noce Fliegenfischen Mezzocorona Mezzolombardo Trentino

Der Unterlauf des Noce bei Mezzolombardo - ein traumhaft schönes Gewässer

2. SO LÄUFT DAS GUIDING MIT LEO AB

Andreas: Leo, du arbeitest als Guide und begleitest Fliegenfischer ans Wasser. Wie lange machst du das schon?

Leo: Im Jahr 2018 habe ich meinen ersten Kunden am Wasser begleitet und seither bin ich begeistert davon bereits Fortgeschrittenen als auch Anfängern einen neuen und tieferen Einblick in die Kunst des Fliegenfischens zu gewähren. Ziel dabei ist es dem Kunden zusätzliches Wissen sowie praktische Fähigkeiten zu vermitteln, die er dann zu Hause an sein Gewässer anpassen und in seinem gewohnten Umfeld problemlos anwenden kann.

Letztes Jahr habe ich, um mich persönlich fortzubilden, die offizielle italienische Prüfung zum Angelguide, A.I.G.U.P.P., absolviert und erfolgreich bestanden. Dabei habe ich so einige interessante Themen erlernt, um alle denkbaren Situationen am Wasser zu meistern unter anderem auch das richtige Reagieren auf Not-Situationen. Alles in allem ist diese Ausbildung eine große Bereicherung für mich gewesen.

Andreas: An welchen Gewässern guidest du deine Gäste vorzugsweise?

Leo: Der Eisack bietet eine Reihe verschiedener, fischereilich interessanter Strecken. Daneben besuche ich mit meinen Gästen auch sehr gerne die Passer oder wir machen – wie wir beide heute – einen Abstecher ins nahegelegene Trentino. Auch hier finden sich tolle Gewässer, die man mit der Fliege hervorragend befischen kann. Die Auswahl der Strecke hängt aber immer auch von den Vorstellungen, Wünschen und schlussendlich auch vom Können des Gastes ab. Deshalb ist es mir wichtig, mich mit dem Kunden im Vorfeld gut zu verständigen, damit ich das für ihn optimale Gewässer finden kann. Natürlich spielen aber auch noch andere Faktoren eine Rolle, wie die Jahreszeit, die Witterungs- und damit zusammenhängend die Witterungsverhältnisse.

Andreas: Und wie finden dich deine Kunden?

Leo: Bis dato eigentlich problemlos über ihre jeweiligen Beherbergungsbetriebe, die den Kontakt vermitteln bzw. meine Social-Media-Accounts. In Kürze geht auch meine eigene Website online, auf der ich mich und meinen Service noch besser und im Detail vorstellen kann.

Andreas: Was genau umfasst dein Angebot?

Leo: Grundsätzlich begleite ich den Gast ans Wasser und unterstütze ihn dort mit meinem Wissen und meiner Erfahrung, damit er sich an einem für ihn meist unbekannten Gewässer zurechtfindet und leichter zum Fisch kommt.

Andreas: Optimal, dann hab ich heute meinen eigenen Guide dabei und es kann nichts mehr schiefgehen.

Leo (lacht): Ganz genau 😉. Aber bei einem Kunden fängt die Vorbereitung ja bereits früher an, denn zur passenden Auswahl des Fischgewässers kommen ja sehr oft auch andere Dinge hinzu: Fischereilizenzen sowie Fischwasserkarten sind zu besorgen. Manche Gäste bitten mich auch um Empfehlungen bei Unterkünften usw. Also im Prinzip biete ich maßgeschneiderte Pakete an.

Andreas: Das klingt fast nach mehrtätigen Angeltrips…

Leo: Ganz wie es der Kunde wünscht. Ich biete Tagesguiding ebenso an wie mehrtägige Touren. An einem Tag kann man einen wunderbaren Ausflug ans Wasser unternehmen, aber für das Erlernen neuer Techniken ist ein einziger Tag definitiv zu kurz. Zudem bietet es sich bei mehreren Tagen geradezu an, unterschiedliche Gewässer kennenzulernen.

Im Vorfeld kläre ich im Austausch mit dem Gast auch ab, welche fischereilichen Interessen er hat bzw. ob er bestimmte Dinge ausprobieren möchte. Manche Gäste möchten den Tag nutzen, um explizit etwas Neues auszuprobieren, wie etwa das moderne Nymphenfischen oder aber Streamerfischen im Fluss auf Marmorata und Co. Beim Guiden angle ich ja nicht selbst sondern begleite und betreue den Gast, daher kann ich ihm fischereilich und technisch sehr viele Dinge im Detail vermitteln. Bei anderen Kunden wiederum steht der Fangerfolg im Vordergrund. Dann ist es besser, mit einer Methode zu angeln, die ihm liegt, mit welcher er vertraut ist.

Noce Fliegenfischen Mezzocorona Mezzolombardo Trentino

Euronymphing - eine der Techniken, die Leo seinen Kunden vermittelt

Andreas: Bei dir kann man also auch als Anfänger das Fliegenfischen erlernen?

Leo: Absolute Neulinge, die noch nie eine Fliegenrute in der Hand hatten, erlernen die ersten Würfe und den richtigen Umgang mit der Ausrüstung auf der Wiese. Dort hat man ausreichend Platz, wird nicht vom Wasser und anderen Dingen abgelenkt und kann sich auf das Wesentliche konzentrieren, sodass man ein Gefühl für die Rute und Schnur bekommt. Anschließend geht es dann natürlich ans Wasser, denn dort fängt man die Fische.

3. HIER TRENNT SICH DIE SPREU VOM WEIZEN

Obwohl uns Leo noch darauf aufmerksam macht, dass sich wenige Minuten verspäten wird, ist doch er der erste am vereinbarten Treffpunkt am Parkplatz und montiert bereits seine Rute. Ich stelle mein Auto neben seines und sehe, wie er die farbige Mono-Schnur durch die Ringe fädelt. Sehr gut, heute ist Euronymphing angesagt, dann brauch ich nicht lange und aufwändig umbauen. Kurze Begrüßung, und ich schau zu, dass ich den Rückstand irgendwie wettmachen kann, damit Leo und Gabriele, mein Kollege bei 1000Fliegen, der uns heute begleitet und den Tag in bewegten und stehenden Bildern festhalten wird, nicht allzu lange auf mich warten müssen. Deshalb fackle ich auch nicht lange herum, Vorfachlänge sowie Abstand zwischen den beiden Nymphen an der Spitze sowie am Seitenarm werden schon passen.

Als wir über die Brücke auf die orografische rechte Seite wechseln, die leichter zu begehen und zu befischen ist, sehen wir bereits einen anderen Guide, der einen Kunden einweist und die Richtung anzeigt, in die er die Nymphen präsentieren soll. Oha, wird heute etwas voll am Wasser, denk ich bei mir. Aber die beiden sollten die einzigen Fischer sein, die uns heute am Wasser begegnen. Wir gehen ein gutes Stück flussauf, um den beiden entsprechend Platz zu lassen und nähern uns an einer guten Stelle dem Wasser.

Wow, der Noce hat hier richtig viel Platz, auf unserer Seite ist der Damm mindestens 50-70 Meter nach hinten versetzt, der Lauf pendelt leicht, zumindest unser Ufer ist unbefestigt, durch das baumbestandene Vorland schlängeln sich immer wieder kleine Kanäle, die ideale Jungfischhabitate darstellen. Die Böschungen sind flach und verwachsen, sehr viel Pegelschwankung gibt es hier nicht. War auch nicht anders zu erwarten, denn in diesem Abschnitt ist der Fluss eine (sehr gut dotierte) Restwasserstrecke. Der Fluss wird im Oberlauf bei Mollaro in einem Reservoir gestaut und ausgeleitet, das Wasser fließt im Berg und dann über die Druckrohrleitung an den imposanten Felswänden in Richtung Turbinen.

Leo bietet mir gleich seine Nymphen an aber ich bin (noch) recht zuversichtlich und montiere zwei natürliche Muster, die mich letzthin in meiner Hausstrecke eigentlich nie im Stich gelassen haben. Nach den ersten Würfen wird schnell klar, eigentlich bin ich ein wenig zu leicht unterwegs. Die langen Rinner sind tiefer als gedacht bzw. als es im beim Gang über die Brücke vorhin den Anschein hatte, zudem fließt der Noce hier recht fröhlich dahin, an der Oberfläche also ordentlich Zug. Wir haben aber noch den ganzen Tag vor uns und ich entscheide mich erst mal so weiter zu angeln, ohne meine Montage gleich um zu bauen. Erstmal angeln und schauen was geht.

Noce Fliegenfischen Mezzocorona Mezzolombardo Trentino

Ich hätte schon viel früher in Leos Fliegenbox "spechteln" sollen 

Offensichtlich anfangs nicht viel. Mittlerweile ist es schon halb 11 vorbei, das Wetter ein Traum, die Lufttemperatur könnte angenehmer nicht sein, sodass das Anglerhemd von Anfang an ausreicht. Aber es summt und brummt nur wenig über der Wasseroberfläche. Hie und da eine an der Vegetation aufgeschreckte Schnake, aber Schlupf oder so ist Fehlanzeige. Beim ersten tieferen Waten wird auch schnell klar, warum. Das Wasser ist überraschend kalt und passt eigentlich so gar nicht zum Rest des frühlingshaften Ensembles. Entsprechend mau dürfte daher auch die Aktivität der Insekten sowie der Fische sein. Letztere sind wahrscheinlich am Grund festgenagelt und nehmen die vorbeidriftende Nymphe nur dann, wenn sie direkt am Maul vorbeidriftet, damit sie sich nicht bewegen müssen. Auch deshalb fischen wir die vermuteten Standplätze akribisch ab. Anstatt bereits nach 3-4 Driften den Standplatz zu wechseln, beackern wir jede vielversprechende Stelle beharrlich und engmaschig.

Euronymphing Noce Fliegenfischen Mezzocorona Mezzolombardo Trentino

Wir angeln jede vielversprechende Stelle sehr intensiv ab

Leo hatte mir eine technische Fischerei versprochen. Zudem dürften die Fische in dieser Strecke, die für ihren guten Bestand kapitaler Fische bekannt ist, durch die C&R-Regelung durchaus schon Bekanntschaft mit der ein oder anderen Imitation gemacht haben und sind entsprechend scheu. Vielleicht wäre es doch nicht ganz verkehrt gewesen, Leos Angebot schon am Parkplatz anzunehmen. Denn während ich mich in die Wathose zwängte, hat er mir angeboten, ein passendes Vorfach zu montieren. Und seine Nymphen hab ich auch ausgeschlagen.

In dem Moment bricht Leo das Eis und landet den ersten Fisch. Kein Leviathan, aber eine schöne Marmorierte Forelle die nach einem schnellen Fangfoto wieder in die Freiheit entlassen wird. Spätestens jetzt ist es an der Zeit, zumindest meine Nymphen eine Nummer schwerer zu wählen, damit ich sie auch dort anbieten kann, wo der Fisch steht. Gesagt, getan. Tungsten bringt Tiefgang und plötzlich auch spürbaren Bodenkontakt nicht erst am Auslauf des Rinners, aber weiterhin keinen Fisch – keinen Biss, keinen Zupfer, nichts.

Marmorata Noce Fliegenfischen Mezzocorona Mezzolombardo Trentino

Leo mit dem ersten Fisch des Tages - eine Marmorata

So fischen wir einige vielversprechende Stellen ab, wo allen Dreien klar ist, dass die Standplätze förmlich nach Fisch schreien. Zumindest am heutigen Tag bleibt es aber extrem zäh. Weiterhin kein Schlupf, keine Bewegung, weder am noch im Wasser. Mit Beharrlichkeit und Konzentration schafft es Leo am Vormittag aber dennoch, zwei weitere Fische auf die Schuppen zu legen. Während mein Fokus schleichend nachlässt, angelt er weiterhin sehr effizient und präzise. Und das macht auch den Unterschied aus zwischen einem Gelegenheits- und Genussangler wie mir und einem Fliegenfischer, der auch in den Wettkampf-Modus schalten kann, gerade dann, wenn es mal nicht so rund läuft. Er bleibt professionell, wird nicht hektisch oder nervös, setzt sich nicht unter Druck, sondern fischt wie ein Schweizer Uhrwerk weiter und wird dafür mit weiteren Fängen belohnt.

4. PROFESSIONELL FLIEGENFISCHEN: DIE WELT DER WETTBEWERBE

Andreas: Leo, du hast mir ja auch erzählt, dass du an professionellen Wettbewerben im Fliegenfischen teilnimmst. Was kann man sich unter einem Wettkampf im Fliegenfischen vorstellen? Wie läuft so etwas ab?

Leo: Ein Wettkampf läuft in aller Regel folgendermaßen ab: Ein bestimmter Flussabschnitt wird in eine Reihe von gleich langen Unterabschnitten, sogenannten Boxen, eingeteilt. Eine solche Box ist in etwa 250 Meter lang. Das Losglück entscheidet, welche Box einem Angler zugeteilt wird. Im ersten Durchgang hat jeder Angler dann 2,5 – 3 Stunden Zeit, seine Box zu befischen. Je nachdem wie gut dieser abschneidet (Anzahl der Fische) wird ihm im zweiten Durchgang eine bessere oder schlechtere Box zugeteilt. Dabei können Wettkämpfe an nur einem Tag (mit zwei Durchgängen) oder auch an zwei Tagen (dann mit 4 Durchgängen) abgehalten werden. Am Ende des Wettkampfes zählt die Platzierung je Durchgang. Wer am Ende die meisten Fänge erzielen und damit auch die beste Platzierung in seinem Sektor erreicht hat, hat gewonnen.

Andreas: Wie bist du mit dieser Welt in Berührung gekommen? Wann hast du das erste Mal an einem Wettkampf teilgenommen?

Ein mittlerweile sehr guter Freund hat mich in die Welt des Wettkampfs eingeführt. Gleich bei meiner ersten Teilnahme habe ich gemerkt, dass sich mir hier eine andere Welt des Fliegenfischens eröffnet. Präzisere Einteilung des Gewässers, fortgeschrittene Führungstechniken als auch das langsame Flussaufwärtspirschen gehören dazu. Der erste Durchgang des Wettkampfs verlief nicht so prickelnd, doch in den darauffolgenden Durchgängen konnte ich mich Dank der Inputs meines Umfelds besser etablieren und schloss am Ende mit einer Zweitplatzierung ab. Seither bin ich ein faszinierter Wettkampf-Angler, der aber auch abschalten kann und den Tag am Fluss dann auch mal entspannt verbringen kann. Das ist meiner Meinung nach sehr wichtig, da ansonsten der Ehrgeiz einen in den Wahnsinn treiben kann (lacht).

Andreas: Bringt die Teilnahme an solchen Events auch in fischereilicher Hinsicht etwas? Gibt es einen Austausch? Kannst du von den Besten lernen? Oder überwiegt der Konkurrenz-Gedanke und jeder behält seine Erfolgs-Geheimnisse für sich?

Leo: Auf jeden Fall bringen diese Wettkämpfe etwas. Sofern man aufgeschlossen bleibt und aktiv den Austausch mit den anderen Teilnehmern sucht, lernt man jedes Mal etwas Neues dazu! Ich habe durch meine aufgeschlossene und positive Art schon so einige „Weltmeister-Tricks“ von bekannten und international erfolgreichen Szene-Größen erhalten. Wie sonst im Leben auch ist es sicherlich auch im Wettkampf sehr hilfreich nicht mit der Einstellung an den Start zu gehen, man wisse und kenne eh schon Alles, sondern immer offen für Neues zu sein. Nur so wird man weiterkommen und sich auch regelmäßig auf den vorderen Plätzen wiederfinden.

Euronymphing Leo Noce Fliegenfischen Mezzocorona Mezzolombardo Trentino

Das Wettkampf-Angeln hat es Leo angetan

Andreas: Angeln als Wettbewerb zu sehen ist auch innerhalb der Anglerschaft nicht ganz unumstritten. Was ist dein Zugang?

Leo: Für mich ist und bleibt beim Angeln grundsätzlich der schonende Umgang mit dem Fisch das Allerwichtigste. Ganz egal ob ich an einem Wettbewerb teilnehme, einen Gast ans Wasser begleite oder in meiner Freizeit mit der Fliege losziehe, so wie wir beide heute – ohne den nötigen Respekt vor dem Fisch geht gar nichts. Und das versuche ich auch immer so gut wie möglich zu vermitteln.

Wenn ein Gast einen schönen Fisch gefangen hat, ist es verständlich, dass er davon ein tolles Foto als Andenken mit nach Hause nehmen will. Aber auch hier achte ich darauf, dass in der ersten Aufregung alles so abläuft, dass der Fisch keinesfalls zu Schaden kommt. Er bleibt während der gesamten Vorbereitung im Kescher im Wasser und wird nur wenige Sekunden für das Foto mit beiden Händen sanft aus dem Wasser gehoben, ohne ihn zu klammern oder zu drücken. Wenn man ruhig und behutsam mit dem Fisch umgeht, dann verhält sich auch dieser in aller Regel sehr kooperativ und hält für das Foto still, um dann umgehend ins nasse Element entlassen zu werden.

Wenn es – aus welchen Gründen auch immer – mit dem Foto nicht klappen sollte, dann wird der Fisch sofort wieder zurückgesetzt. Denn der Fisch hat immer Vorrang gegenüber dem Fangfoto. Und das kommuniziere ich auch gegenüber dem Gast so. Bisher ist es nur wenige Male vorgekommen, dass es kein Erinnerungsfoto vom schönen Fang gegeben hat und selbst dann war es auch nie ein Problem.

Es geht aber nicht nur um Geschwindigkeit, man muss auch wissen, wie und vor allem wo ich den Fisch angreifen kann, ohne ihm zu schaden. Das gilt vor allem für die Hand, die den Kopf des Fisches hält. Befindet sich diese nicht unter dem harten Kiefer des Fisches, quetschen wir seine Organe was zu Schäden und eventuell auch dem Verenden des gefangenen Fisches führen kann. Die korrekte Haltung des gefangenen Fisches ist mir sehr wichtig und wir Angler können entscheidend dazu beitragen, dass die von uns gefangenen Salmoniden wieder unbehelligt von Dannen ziehen können.

5. ENTSCHNEIDERT

Bei einem kurzen Austausch sehe ich aus dem Augenwinkel einen Ring an der Wasseroberfläche. Habe ich mir den steigenden Fisch nur eingebildet? Ich zeige mit meiner Rutenspitze die Stelle an, an der sich vermeintlich etwas an der Oberfläche getan hat. Aber es passiert eine ganze Zeit lang nichts mehr und wir quatschen weiter. Doch jetzt meint auch Leo, an der Stelle einen zaghaft steigenden Fisch ausgemacht zu haben. Zügig holt er eine Fliegenbox heraus und entfernt am kurzen Seitenarm die Nymphe, um eine sehr buschige CDC-Fliege zu montieren. Die Nymphe an der Spitze lässt er als sogenannten Dropper dran, um die Trockene auch an der Monoschnur werfen zu können. Er fischt den Bereich mit dieser Dry-Dropper-Montage einige Male ab, wechselt die CDC-Fliege gegen ein Bienen-Muster, aber der Fisch lässt sich weder von der Trockenen noch von der jetzt natürlich viel höher geführten Nymphe verführen. Weil sich auch sonst nichts mehr an der Oberfläche tut, kehrt Leo zur Springer-Strecker-Montage mit zwei Nymphen zurück, bevor wir weiterfischen.

Gegen Mittag schnappen sich Gabriele und ich unsere mitgebrachten Brote und füllen erstmal unsere Energiespeicher wieder auf. Auch Leo gesellt sich dazu, nachdem er den Zug, in dem er beinahe bis zur Hüfte watet, minutiös abgefischt hat. Kurz abschalten, runterkommen und neue Kraft und Motivation tanken. Natürlich drehen sich die Gespräche in der Pause rund um das Fliegenfischen, Leo erzählt mir mehr über den Noce und empfiehlt mir einen Hotspot gleich am Auslauf den flussauf gelegenen Rinners, wo er recht regelmäßig schöne Marmoratas an die Nymphe locken konnte.

Noce Fliegenfischen Mezzocorona Mezzolombardo Trentino

Neue Kraft und damit auch neue Motivation tanken

Nach der Stärkung fische ich an besagter Stelle zunächst mit einigen Schritten Abstand das eigene Ufer ab, um einen eventuell dort stehenden Fisch nicht durch eine plumpe Annäherung zu vergrämen und positioniere mich dann hinter dem Ufergebüsch, um durch die Lichtung hindurch den Bereich abzufischen, den mir Leo angezeigt hat. Die ersten zwei Driften verlaufen ergebnislos, beim dritten Durchgang dann der vertraute und erlösende Zupfer, der überraschenderweise recht solide daherkommt. Nach einem kurzen Drill zeigt sich nicht die angekündigte Marmorata, sondern eine Äsche an der Wasseroberfläche, die sich nach kurzer Gegenwehr problemlos keschern lässt. Damit ist also auch bei mir der Knopf aufgegangen und den drohenden Schatten einer Nullnummer konnte ich mit dieser Fahnenträgerin abwenden, die an diesem Tag das einzige Exemplar dieser Fischart bleiben sollte. Beim anschließenden Fototermin hatte ich noch die Worte von Leo über den richtigen Umgang mit dem Fisch im Kopf und hab mich extra bemüht, um ja keinen Rüffel durch meinen Guide zu bekommen. 😊 Stattdessen gab’s sogar noch Lob für das Handling – offensichtlich hatte ich einiges richtig gemacht.

Äsche Noce Fliegenfischen Mezzocorona Mezzolombardo Trentino

Diese Äsche sollte heute die einzige Fahnenträgerin in unseren Keschern bleiben

Mit neuer Zuversicht geht es weiter, wir befischen eine Traumstelle nach der anderen und arbeiten uns so langsam, aber beständig in Richtung obere Reviergrenze. Leo legt relativ bald mit weiteren Fängen nach, bei mir bleibt’s an diesem Tag bei diesem einen Fisch, der aber redlich erarbeitet und nicht geschenkt war.

Die von uns befischte C&R-Strecke endet an einem Wehr, das mit einem großzügig angelegten Umgehungsgerinne durchgängig gemacht wurde, sodass die Fische problemlos zwischen den beiden Strecken auf- und absteigen können. Aber nicht nur die Fische können zwischen den beiden Strecken hin- und herwechseln, sondern auch die Angler. Denn die Gewässerabschnitte werden vom selben Verein bewirtschaftet und unter Beachtung der jeweils geltenden fischereilichen Bestimmungen kann auch der Angler mit nur einer Fischwasserkarte sowohl in der unteren als auch der oberen Strecke angeln. Dass sich auch in der oberen, sogenannten freien Strecke, in der neben künstlichen und natürlichen Ködern auch eine Entnahme gestattet ist, Fische fangen lassen, zeigt Leo mit einer schönen Bachforelle, die er direkt oberhalb des Wehrs hakt. Der letzte Fang des Tages hat es in sich, denn der Fisch flüchtet direkt in die Rauschen des groben Blockwurfes und liefert dabei nicht nur einen spannenden Drill, sondern fordert auch eine abenteuerliche Landung. Mit viel Erfahrung und einem Quäntchen Glück gelingt es Leo, auch diesen Fisch sicher in den Kescher zu bugsieren und nach einem schnellen Beweisfoto wieder in die kalten Fluten zu entlassen.

Wir angeln noch ein kleines Stück flussauf bevor wir mit Blick auf die Uhr gemeinsam entscheiden, den Rückweg zu den Autos anzutreten. Dieser führt bequem auf der Dammkrone entlang wieder direkt zu unserem Ausgangspunkt. Ich nutze die Zeit, um Leo noch auf eine weitere Leidenschaft von ihm anzusprechen, dem Fliegenbinden.

Noce Fliegenfischen Mezzocorona Mezzolombardo Trentino Wehr obere Reviergrenze

Dieses Wehr bildet die Grenze zwischen den beiden Revieren

6. DESHALB BINDET LEO SEINE FLIEGEN SELBST

Andreas: Bist du am Wasser ausschließlich mit selbstgebundenen Fliegen unterwegs?

Leo: Ja, natürlich. Für mich gehört das Fliegenbinden einfach dazu. Es macht das fischereiliche Erlebnis perfekt, wenn man einen schönen Fisch mit selbst gebundenen Fliegen überlisten kann. Wenn ich meine Fliegen selbst binde, dann kann ich herumexperimentieren, die Muster anpassen, verbessern und genau so realisieren, wie ich sie gerne hätte. Einige meiner selbstgebundenen Fliegen haben mir schon bei so manchem Fliegenfischer-Wettkampf auch bei schwierigen Bedingungen noch eine tolle Platzierung beschert.

Andreas: Sind das Geheim-Muster oder darf man diese verraten?

Leo (lacht): Nein, die Muster sind nicht geheim und auch meine Nymphen folgen mehr oder weniger dem überschaubaren Bauplan mit einer Tungstenperle, einem Thorax-Bereich, einem Körper und evtl. Schwänzchen. Vielmehr sind es meiner Meinung nach die verwendeten Materialien, die den Unterschied machen. Und indem ich meine Fliegen selber binde, kann ich hier viel ausprobieren. Und wenn ich mit den am Markt verfügbaren Materialien nicht zufrieden bin, zweckentfremde ich schon mal simple Alltagsgegenstände, um realistischere Körper-Rippungen oder beweglichere Beinchen, oder Schwänzchen an meinen Mustern zu realisieren.

Nymphe

Leos Fliegenmuster sind keine Hexerei - aber auf die passenden Materialen kommt es an

Andreas: Kommen deine selbst gebundenen Muster auch beim Guiding zum Einsatz?

Leo: Klar, vor allem, wenn die Kunden offen dafür sind, neue Techniken auszuprobieren. Dann brauchen sie neben der passenden Ausrüstung natürlich auch die richtigen Fliegen.

Andreas: So ganz grob geschätzt, wie viele Fliegen entstehen an deinem Bindestock pro Jahr?

Leo: Puh, gute Frage! Ich würde schätzen, dass ich insgesamt ca. 2.000 Fliegen pro Jahr binde, wobei ich dir nicht genau sagen kann, wie viele Nymphen, Trockenfliegen, Streamer oder Nassfliegen.

Trockenfliege

Trockenfliegen, Nymphen, Nassfliegen und Streamer - Leo bindet alle seine Fliegen selbst

7. EIN HERRLICHER TAG AM WASSER

Zurück am Parkplatz ziehen wir uns um und verstauen unsere Ausrüstung im Wagen. Für mich war es ein herrlicher Tag am Wasser, bei dem ich einen mir bisher unbekannten Abschnitt des Noce kennengelernt habe, der nur eine knappe Stunde von zu Hause entfernt liegt. Aber nicht nur deshalb werde ich heuer sicherlich noch mal hier angeln. Eine derart naturbelassene Gewässerstrecke im ansonsten intensiv genutzten Talboden findet man zumindest bei uns ansonsten nur sehr schwer.

Aber auch fischereilich konnte ich wieder einiges dazulernen. Hoffentlich dauert es bis zum nächsten Fischgang mit Leo nicht wieder ein ganzes Jahr. Was ich jetzt schon sicher weiß: wenn ich das nächste Mal mit Leo unterwegs bin, und er mir wiederum anbieten sollte, seine Fliegen zu verwenden, dann werde ich das Angebot sicherlich nicht mehr ausschlagen.

Mit Leo unterwegs an den schönsten Gewässern

Wenn du alpine Fliegenfischerei liebst und gerne mit einem erfahrenen Guide unterwegs bist, dann ist Leo von Guggenberg genau der Richtige für dich! Ob Eisack, Passer, Ahr, Eggentalerbach, Talfer oder ein verstecktes Juwel im Trentino – Leo kennt die spannendsten Gewässer wie seine Westentasche und begleitet dich auf Wunsch dorthin, wo du wirklich Fischkontakt bekommst.

Du möchtest direkt loslegen oder hast Fragen zum Guiding?

Gut zu wissen: Leo spricht Deutsch, Italienisch und Englisch – der Kommunikation steht also nichts im Weg, egal woher du kommst.

Bereit für dein nächstes Abenteuer mit Fliegenrute in Südtirol oder im Trentino? Dann sichere dir dein Guiding mit Leo!

Marmorata Noce Fliegenfischen Mezzocorona Mezzolombardo Trentino

An diesem Abschnitt des Noce habe ich das erste, aber sicherlich nicht das letzte Mal geangelt

Andreas Riedl  –
Fliegenfischer & Fliegenbinder
Job: Product Manager
Hobbies: Rennrad, Balkon-Gärtnern
Im zarten Alter von 11 mit dem Angeln in Berührung gekommen, seit gut 20 Jahren vor allem mit der Fliege unterwegs. Als fischereilicher Autodidakt allem Neuen grundsätzlich aufgeschlossen, fischt er mit künstlichen Fliegen auch an der Hegene oder entsprechend beschwert mit der Spinnrute. Schätzt sich glücklich, mit gleich zwei zeitintensiven Hobbies eine derart verständnisvolle Familie zu haben. Mehr über Andreas erfahren!
26.05.2025
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Trips & Reisen
Andreas Riedl
Andreas Riedl
Fliegenfischer & Fliegenbinder
Job: Product Manager
Hobbies: Rennrad, Balkon-Gärtnern
Im zarten Alter von 11 mit dem Angeln in Berührung gekommen, seit gut 20 Jahren vor allem mit der Fliege unterwegs. Als fischereilicher Autodidakt allem Neuen grundsätzlich aufgeschlossen, fischt er mit künstlichen Fliegen auch an der Hegene oder entsprechend beschwert mit der Spinnrute. Schätzt sich glücklich, mit gleich zwei zeitintensiven Hobbies eine derart verständnisvolle Familie zu haben. Mehr über Andreas erfahren!
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22.09.2023 Zuletzt geändert am: 07.05.2024

Mein Roadtrip zum Nordkap führte mich an die Ufer des Flusses Hårkan, in dem sich wunderschönen Äschen tummeln. Ein unvergessliches Erlebnis in einem wilden Land mit herrlicher Natur. Ich hoffe, dass ich dir mit meinem Erfahrungsbericht einige nützliche Informationen geben kann, wenn du selbst die Gelegenheit haben solltest, in diesen Gewässern zu angeln.

Abenteuer in Argentinien - Dorados auf Sicht mit der Trockenfliege

Ramón Carlos Herrero  –
Fliegenfischer & Fliegenbinder Job: Angestellter Hobbies: Reisen & Outdoor-Sport Geboren und aufgewachsen in Argentinien, lebt und fischt er nun seit über 15 Jahren in den Flüssen Südtirols. Er fischt seit seiner Kindheit in den Flüssen un...
17.01.2024 Zuletzt geändert am: 06.04.2024

Ein unvergessliches Angel-Abenteuer! Fliegenfischen auf Sicht um mit der Trockenfliege Golden Dorados in kleinen Gebirgsbächen zu überlisten. Unberührte und wilde Gegenden mit einer Dschungelflora und -fauna, wie wir sie uns nicht schöner hätten vorstellen können. Kristallklare Gewässer erwarten uns, um unsere Angelkünste auf die Probe zu stellen, wobei ein einziger Fang die ganze Reise wert ist!

Der Trojeralmbach - Trockenfliegenfischen in der traumhaften Kulisse der Hohen Tauern

Markus Heiss  –
Fliegenfischer Job: Unternehmer Hobbies: Fischen, Natur erleben, Berglauf Durch seinen Vater schon im Kindesalter im Südtiroler Sarntal mit der Fischerei in Kontakt gekommen (natürlich als „Schwarzfischer“ 😉), ist diese Lei...
29.08.2020 Zuletzt geändert am: 28.03.2024

Ich hatte nicht oft die Möglichkeit, in einer solch atemberaubenden Naturkulisse mit der Trockenfliege zu fischen. Der Trojeralmbach ist ein Kleinod voll mit wilden gierigen Bachsaiblingen…

Fliegenfischen im Stillwasser - alles was du wissen musst

Gabriele Cabizzosu  –
Fliegenfischer & Fliegenbinder Job: Senior Marketing Manager Hobbies: Reisen, Fischen, Fotografieren Er begann vor 15 Jahren mit dem Angeln und versuchte sich in den verschiedensten Techniken, bis er schließlich zum Fliegenfischen kam....
11.08.2022 Zuletzt geändert am: 22.01.2024

Wir möchten dir den Froller Wurf vorstellen, mit dem du deine Fliege problemlos 20 Meter und mehr werfen kannst, auch wenn du nur wenig Platz hinter dir hast.

Fliegenfischen an der Passer, kurz & kompakt!

Markus Heiss  –
Fliegenfischer Job: Unternehmer Hobbies: Fischen, Natur erleben, Berglauf Durch seinen Vater schon im Kindesalter im Südtiroler Sarntal mit der Fischerei in Kontakt gekommen (natürlich als „Schwarzfischer“ 😉), ist diese Lei...
10.08.2017 Zuletzt geändert am: 24.11.2022

Möchtest du an der Passer in Südtirol fliegenfischen? Hier erfährst Du kurz und kompakt das Wichtigste! Und wir verraten Dir, welche Fliegen du unbedingt dabei haben musst!

Lust auf einen tollen Fliegenfischer-Trip nach Patagonien?

Markus Heiss  –
Fliegenfischer Job: Unternehmer Hobbies: Fischen, Natur erleben, Berglauf Durch seinen Vater schon im Kindesalter im Südtiroler Sarntal mit der Fischerei in Kontakt gekommen (natürlich als „Schwarzfischer“ 😉), ist diese Lei...
05.08.2017 Zuletzt geändert am: 24.11.2022

Wir freuen uns, einen Spezialisten fürs Fliegenfischen in Patagonien vorstellen zu können. Peter Conzelmann organisiert seit vielen Jahren spannende Angelreisen ins Chilenische und Argentinische Pata...

Fliegenfischen an der Kleinen Drau - klein aber fein!

Markus Heiss  –
Fliegenfischer Job: Unternehmer Hobbies: Fischen, Natur erleben, Berglauf Durch seinen Vater schon im Kindesalter im Südtiroler Sarntal mit der Fischerei in Kontakt gekommen (natürlich als „Schwarzfischer“ 😉), ist diese Lei...
25.04.2018 Zuletzt geändert am: 24.11.2022

Obwohl das Revier der Marktgemeinde Sillian nicht riesig ist, bieten die Kleine Drau und der dazugehörige See spannende Möglichkeiten zum Fliegenfischen in herrlicher Landschaft.

Die Schwarzach in Osttirol - Wann ist die beste Zeit zum Fliegenfischen?

Markus Heiss  –
Fliegenfischer Job: Unternehmer Hobbies: Fischen, Natur erleben, Berglauf Durch seinen Vater schon im Kindesalter im Südtiroler Sarntal mit der Fischerei in Kontakt gekommen (natürlich als „Schwarzfischer“ 😉), ist diese Lei...
16.05.2021 Zuletzt geändert am: 24.11.2022

Die Schwarzach im Defereggental ist zweifelsfrei ein klasse Fluss zum Fliegenfischen mit Trockenfliege und Nymphe - aber wann ist die beste Saison zum Fliegenfischen? Wir verraten es dir in ...

Fliegenfischen im Mühlwalder Bach - Ein Vergnügen mit der Trockenen!

Markus Heiss  –
Fliegenfischer Job: Unternehmer Hobbies: Fischen, Natur erleben, Berglauf Durch seinen Vater schon im Kindesalter im Südtiroler Sarntal mit der Fischerei in Kontakt gekommen (natürlich als „Schwarzfischer“ 😉), ist diese Lei...
11.06.2018 Zuletzt geändert am: 24.11.2022

Liebst du das Fliegenfischen mit der Trockenfliege in kleinen Gewässern? Dann solltest du dein Glück im Mühlwalder Bach im Tauferer Ahrntal versuchen - wobei es auf Glück in diesem Fall ...

Fliegenfischen in Südtirol

Markus Heiss  –
Fliegenfischer Job: Unternehmer Hobbies: Fischen, Natur erleben, Berglauf Durch seinen Vater schon im Kindesalter im Südtiroler Sarntal mit der Fischerei in Kontakt gekommen (natürlich als „Schwarzfischer“ 😉), ist diese Lei...
25.06.2017 Zuletzt geändert am: 24.11.2022

Immer wieder werden wir von Kunden aus ganz Europa gefragt, wo man in Südtirol am besten Fliegenfischen kann bzw. für welche Gewässer es überhaupt Gastkarten gibt. Hier findest Du ausführliche Infos ...

Andreas Riedl
Andreas Riedl
Fliegenfischer & Fliegenbinder
Job: Product Manager
Hobbies: Rennrad, Balkon-Gärtnern
Im zarten Alter von 11 mit dem Angeln in Berührung gekommen, seit gut 20 Jahren vor allem mit der Fliege unterwegs. Als fischereilicher Autodidakt allem Neuen grundsätzlich aufgeschlossen, fischt er mit künstlichen Fliegen auch an der Hegene oder entsprechend beschwert mit der Spinnrute. Schätzt sich glücklich, mit gleich zwei zeitintensiven Hobbies eine derart verständnisvolle Familie zu haben. Mehr über Andreas erfahren!

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